Fasssauna Holzarten — Thermoholz, Fichte, Zeder & Kiefer im Vergleich

Fasssauna Holzarten im Vergleich — verschiedene Holzmuster

Die Holzart entscheidet über Haltbarkeit, Optik, Pflege und Preis deiner Fasssauna. Wähle das falsche Holz, und du streichst alle 2 Jahre. Wähle das richtige, und die Sauna sieht in 15 Jahren noch gut aus. In diesem Vergleich analysieren wir die 5 gängigsten Holzarten für Fasssaunen.

Schnellvergleich: Alle Holzarten für Fasssaunen

Holzart Haltbarkeit außen Pflege Optik Preis Gesamt
🏆 Thermoholz 20-30 Jahre Minimal Dunkelbraun, edel +15-25% ⭐⭐⭐⭐⭐
Nordische Fichte 10-15 Jahre Regelmäßig ölen Hell, nordisch Standard ⭐⭐⭐⭐
Red Cedar 25-35 Jahre Minimal Rotbraun, aromatisch +40-60% ⭐⭐⭐⭐⭐
Kiefer 8-12 Jahre Viel Pflege Gelblich, rustik -10-15% ⭐⭐⭐
Espe/Erle — (nur innen) Minimal Hell, weich +10% ⭐⭐⭐⭐ (innen)

Thermoholz — Der Allrounder (Unsere Empfehlung)

Thermoholz ist normales Holz (meist Fichte oder Kiefer), das bei 190-215°C unter Sauerstoffausschluss wärmebehandelt wurde. Durch diesen Prozess verändert sich die Zellstruktur grundlegend:

Vorteile Thermoholz

  • 20-30 Jahre Lebensdauer ohne Chemie
  • Kaum Pflege nötig (kein jährliches Ölen)
  • Edle dunkle Optik
  • Kein Verziehen oder Reißen
  • Umweltfreundlich (keine Imprägnierung)

Nachteile Thermoholz

  • 15-25% teurer als Standard-Fichte
  • Etwas spröder als unbehandeltes Holz
  • Vergraut ohne UV-Schutz (optisch, nicht strukturell)

Gut zu wissen: Thermoholz vergraut im Laufe der Jahre zu einem silbergrauen Ton — das ist ein natürlicher UV-Effekt und schadet dem Holz nicht. Wer den dunkelbraunen Originalton behalten will, kann alle 2-3 Jahre ein UV-Schutzöl auftragen. Viele Fasssauna-Besitzer mögen den silbergrauen Look aber sogar mehr.[1]

Hersteller mit Thermoholz-Option:

Nordische Fichte — Der bewährte Klassiker

Nordische Fichte (auch: skandinavische Fichte) ist das Standard-Holz der meisten Fasssaunen. Es wächst langsam in den Wäldern Finnlands, Schwedens und Russlands — das ergibt enge Jahresringe und ein dichteres, festeres Holz als heimische Fichte.

Gut zu wissen: Nicht jede "Fichte" ist gleich. Achte auf nordische Fichte mit engen Jahresringen. Heimische mitteleuropäische Fichte wächst schneller, hat größere Jahresringe und ist deutlich weniger widerstandsfähig. Ein Qualitätsmerkmal: Mindestens 4-5 Jahresringe pro Zentimeter.[2]

Red Cedar (Zeder) — Das Premium-Holz

Western Red Cedar ist das Rolls-Royce-Holz unter den Fasssauna-Hölzern. Es kommt aus Nordamerika und ist von Natur aus extrem witterungsbeständig — ganz ohne Behandlung.

Zeder ist die optimale Wahl für alle, die das Maximum an Haltbarkeit und Saunaerlebnis wollen und bereit sind, dafür einen Premiumpreis zu zahlen. In Deutschland bieten nur wenige Hersteller Zeder-Fasssaunen an.

Kiefer — Die Budget-Option

Kiefernholz ist die günstigste Holzart für Fasssaunen — und das merkt man leider. Kiefer harzt stärker als Fichte, ist weicher und ohne regelmäßige Pflege schnell anfällig für Witterungsschäden.

⚠️ Achtung bei Kiefer im Innenraum: Kiefernholz kann bei Saunatemperaturen (80-100°C) Harz absondern — das tropft von der Decke und brennt auf der Haut! Für den Innenausbau einer Sauna ist Kiefer nicht empfehlenswert. Besser: Espe, Erle oder Fichte.

Espe/Erle — Ideal für den Innenausbau

Espe (Aspe) und Erle sind die klassischen Innenausbau-Hölzer für Saunen. Sie sind:

Manche Hersteller bieten den Innenausbau aus Espe als Upgrade an — bei einer runden Fasssauna, die innen komplett Holz ist, ein echter Komfortgewinn.

Unsere Empfehlung

Unser Tipp: Investiere den Aufpreis für Thermoholz. Auf 20 Jahre gerechnet sparst du Hunderte Euro an Pflegemitteln und Arbeitszeit — und die Sauna sieht noch nach 15 Jahren edel aus.

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Häufig gestellte Fragen

Welches Holz ist am besten für eine Fasssauna?

Thermoholz für die Außenschale (witterungsbeständig, wartungsarm) und nordische Fichte oder Espe für innen (harzarm, angenehm). Das ist die langlebigste Kombination.

Wie lange hält eine Fasssauna aus Thermoholz?

20-30 Jahre, ohne aufwändige Pflege. Unbehandelte Fichte hält 10-15 Jahre mit regelmäßiger Pflege.

Muss man eine Fasssauna aus Thermoholz streichen?

Nein, Thermoholz braucht keinen Anstrich für den Holzschutz. Optional kann man ein UV-Schutzöl auftragen, um den dunkelbraunen Originalton zu erhalten (sonst vergraut es natürlich zu silbergrau).

Warum harzt Kiefer in der Sauna?

Kiefernholz enthält natürliche Harzkanäle. Bei Saunatemperaturen (80-100°C) verflüssigt sich das Harz und tritt aus. Das ist nicht nur unschön, sondern kann auch Verbrennungen verursachen. Deshalb wird Kiefer im Innenraum von Saunen nicht empfohlen.

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Über Thomas Berger

Sauna-Enthusiast und Garten-Experte. Ich teste Fasssaunen, Gartensaunen und Wellness-Zubehör — ehrlich, unabhängig, ohne Bullshit.

Quellen

  1. Holzforschung München — Technische Eigenschaften von thermisch modifiziertem Holz (2023)
  2. Thünen-Institut — Holzarten für den Außenbereich: Dauerhaftigkeit und Eignung (2024)
  3. Finnish Forest Research Institute — Properties of Nordic Spruce vs. Central European Spruce (2022)